Die Abschluss-Show 2011 der Esmod Berlin
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Gestern Abend fand die Abschlussshow 2011 der Esmod Berlin statt. 17 Absolventen zeigten abschnittsweise ihre Kreationen, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Die Models tapsten durch das Publikum, das reihenweise auf der Bühne Platz nehmen durfte, und präsentierten die Kreationen der jungen Talente – von hui bis pfui war dann am Ende alles dabei…
Eingeleitet wurde die Show mit einem stimmungsvollen Film, der den Arbeitsprozess der Studenten zeigte und neben den fleißigen Jungdesignern auch Statements ihrer Lehrer widergab. Jede Kollektion wurde anschließend durch unterschiedliche Videoprojektionen und Musik überschaubar voneinander getrennt. Ob Vermummungen, Fetisch-Unterwäsche oder ein Rucksack, der in einer Art Vogelkäfig am Rücken eines Models herausragte – die Bandbreite an kreativen Ideen war breit. Dennoch ist zu erwähnen, dass einige Looks designtechnisch zu sehr an schon oft gesehene oder sehr prägnante Kollektionen aus der Vergangenheit erinnerten.
Für mich waren die Favoriten des Abends schnell gefunden:
Adrain Voß transportierte mit seiner Kollektion die Verschmelzung der Vergangenheit mit der Gegenwart. Kleine Risse, filigrane Strickelemente und Transparenz sollten die unbewusste Präsenz verschiedener Gefühle und Erfahrungen aus der Kindheit symbolisieren. Die Herrenkollektion war zum Großteil in Naturtönen gehalten und ergab ein wunderbares Gesamtbild. Besonders hervorzuheben ist auch das Kollektionsvideo, das gewissermaßen eine Verschmelzung aus Unruhe und Leichtigkeit widerspiegelte.
Elisabeth Joost präsentierte eine simple, aber dennoch charakterstarke Sommerkollektion. Bodenlange Kleider, viel Transparenz sowie schicke Turbane waren die wichtigsten Elemente der Outfits. Wie die moderne Interpretation griechischer Göttinen schwebten die Models über die Bühne und sorgten bei mir für eine gehörige Portion Neid, nicht auch eines der Roben tragen zu dürfen.
Zudem überzeugten Ideen wie der schon erwähnte Käfig mit Rucksackinhalt sowie ein Mantel, bei dem Elemente der Vorderseite in den Rückenteil eingenäht wurden.
Nach der Show wurden zudem drei Preise verliehen. Chefjuror war Gaspard Yurkievich, der zusammen mit Leyla Pedayesh oder Daphne Cousineau, Managing Director bei Valentino, die Sieger kürte. Von meinen Favoriten war leider keiner dabei. Geschmäcker sind nun mal verschieden – und diese Tatsache ist wohl eines der wichtigsten Antriebsventile einer aufregenden Modewelt.
Weitere Bilder der Show:
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